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- Gedichte -

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Die Rose

Ich traf eine Rose
:Die sagte
Ich bin schön
Ihr Duft führte mich zur Sehnsucht
Und die hat mich gefressen
Ich traf eine Rose
:Die sagte
Ich habe einen Wert
Ich kaufte sie; und
Ohne sich zu öffnen
.Hat sie mich vergessen

Anders

Ein Adler fiel vom Himmel als
Die Luft ihre Tragkraft verlor
Ein Löwe sprang über den Horizont als
Die Erde ihre Anziehungskraft verlor
Die Eule kam in der Nacht als
Ich träumend die Wirklichkeit sah
Ein Mensch übersah sein Sterben als
Der Zeitdruck ihm den Augenblick stahl

Verschlossen

Aus Angst vor der Welt
Hast du damals alle Türen
Zugesperrt
Nun quält dich täglich
Die Frage warum deine
Liebe und Sehnsucht
Nicht hinausdringt in
Die Welt
Kein Dummkopf
Kennt die
Antwort 

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Beziehung

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Sie rief ihn
Er hatte keine Zeit
Als er sie besuchte
Benutzte er die
Hintertür
Ihre Kinder leben
Noch heute
Im Dunkeln

Manchmal

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,Manchmal bräuchte ich Flügel
,um das Kleben auf der Stelle zu lösen
,um schneller dort zu sein, wo die Not ruft
,um einen Blick zu haben auf alle Kinder
....die leiden
Manchmal verleiht mir mein Singen
.Flügel

Kinder- sie haben das Schlimmste erlebt

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Tausend Kinder weinen
Tausend Kinder leiden
Ich habe die Bilder gesehn
Wer kann diese Kriege verstehn
Tausend Kinder weinen
Tausend Kinder leiden
Es ist an der Zeit was zu tun
Wir dürfen nicht tatenlos ruhn
Lass uns für sie singen
Lass dein Lied erklingen
Ein Lied voller Kraft für den Frieden
In diesem Moment einfach lieben
Alle Kinder geben
Rat auf allen Wegen
Es lohnt ihre Lehren zu hör'n
Und nicht ihre Weisheit zu stör'n
...Jeder Frieden - er wird nur mit Kindern erreicht

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Der Stein

Lass mich dich anfühlen
Du Schöner
Erzähl mir von deiner
Weichen Härte

Wenn meine Finger
Zärtlich
Deine Form erspüren
Ist das Meer in mir
Und trägt mit seinen
Wellen mich
Bis zum Horizont

Ferne Geschichten
Erzählt mir der Wind
Und streicht irrend durch
Mein Haar

Mit dir begegnet mein
Herz der Sonne
Und strahlt noch
Nach der Dämmerung
Für dich
Sei wie du Bist
Wir kennen uns gut
Und wir werden uns
wiedersehen 

Im Olivenhain

Den Olivenbäumen
wünsche ich Gesundheit
;und ewiges Leben
in jenem Hain
wo Licht und Schatten
.miteinander spielen

,In diesem Garten
,jenseits von Richtig und Falsch
.finden wir uns wieder. Immer
Im Atem und Tanz
tauchend in die Wirklichkeit
,und wachsend in den Raum
.ist das Wir neu geboren

Tiefer Respekt ehrt und segnet
,die heilende Hingabe
:die fließend leitet
,Durch mich hindurch zu dir
,durch dich hindurch zu uns
zu Dir, Du atmendes Leben
in Allem 

Sein mit Dir

Dich möchte ich halten in meinen Armen
und in den Deinen ruhen
einfach Sein mit Dir
Fern der Illusionen Raum und Zeit vergessen
mit dem Blick in Deine Augen
das atmende Leben sehen
Hören möchte ich den Klang des Einen
von dem Dein Herz erzählt
und in seinem Rhythmus tanzen

Möge die Liebe, die uns eint und die wir teilen
ihre Flügel ausbreiten und über die Welt fliegen
Und ihr Lied singen für alle Wesen, die leben 

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Spuren

Wandernd am Strand
folge ich der Spur
die Du hinterlassen hast
und gehend nur
finde ich Eindrücke im Sand
die Du im Gehen machst
Wandernd am Strand
sehe ich rückblickend die Spur
die ich hinterlasse
möchte ich sie bewahren zur
Erinnerung- oder als Garant
dass mich der Folgende fasse
Still sitze ich nun
und schaue aufs Meer
die Wellen ein Kommen und Gehen
Nichts bleibt und wie sehr
auch bewegt ist das Tun
die Stille allein weiß zu verstehen

Dieser Tag

Und jetzt dieser Tag
Ich weiß nicht wann er begann
eilt schleichend dahin
trotz Stundenzeiger
Doch bitte wer mag
schon sagen: leider
begreife ich nicht den Sinn
dass er endet Irgendwann

Andere -fatal-
Tage beginnen pünktlich
Ohne Ticken. Streng
nach Digitaluhr
wird Leben -normal-
ignoriert, denn nur
in dem Zeitraum, der zu eng
ist macht Gewohnheit glücklich

Weiter geht es rund
Kreisende Wiederholung
Halt die Augen zu
Vertrautes Streben
Gleichgültigkeit und
Stillstand im Leben
versprechen ersehnte Ruh
Wozu auch Bewegung -

Nun -
bring mich
lieber Schwung
in neue Landschaft
Leidend macht mich die Wiederkehr
verwesender Formalitäten hier ringsumher
Lehre mich gütig Schöferisches wahrzunehmen im Chaos entfesselter Kraft

Weinen und Lachen

Manchmal möchte ich weinen
und wünsche mir mehr Tränen
Tränen der Trauer angesichts
der verpassten Gelegenheiten
der nicht gesagten Worte
der unbeachteten Augenblicke und
der leblosen Begegnungen
der Trägheit, die alle Sinneswahrnehmungen
ignoriert, wenn das Leben ruft
Ich liebe die Tränen
diesen sanften Fluß
der mir hilft mich zu erinnern
dass jeder einzelne Tropfen
der Quelle der Freude entspringt
Manchmal weine ich - wer mag meine Tränen

Manchmal möchte ich lachen
und wünsche mir mehr Atemkraft
das Lachen klangvoll und laut zu gestalten
damit alle es hören
Lachen, wenn Dummheit, Sicherheit und Angst
zu einem atemraubenden Rennen verleiten
wenn Veränderung ein atemloses Staunen bewirkt.
Ich liebe den Atem
das Atmen in Allem
was lebt
Seine feine Kraft hilft mir mich zu erinnern
dass Mitgefühl ein Meer ist
in das alle Flüsse münden
Manchmal lache ich - wer hört es

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Das Flache Land ...

Das flache Land
Habe ich schon lange verlassen
Die illusionäre Weite erzwingt
Horizontale Sichtweise
Und gaukelt mir vor
Der Himmel läge in
Augenhöhe
Mensch sein –

Es ist die Bergwelt
Die mich begeistert
Das Land wo Höhen und Tiefen
Zur Bewegung einladen
Und mit meinen Schritten
Wege entstehen
Die für nur kurze Abschnitte
Überschaubar sind
Berg und Tal ist Herausforderung
Wandern anstrengend
Herz-Blut in Wallung

Ich liebe das Tal
Die dunkle Kühle - Rasten
Melancholie
Weitblicke verboten
Demut - Sehnsucht nach
Unvorstellbarer Höhe
Ausweglosigkeit findet nur durch
Neue Anstrengung ein Ende
Mensch sein –
<<

<<

Ich liebe die Höhen – die Spitzen
Ankommen
Hitze und Kühle
Fernsicht
Das Ende – vorläufig
Über Allem sein – kleiner
Als je zuvor
Die Unmöglichkeit zu bleiben
Weiterwollen und absteigen müssen
Mensch sein 

Jetzt bin ich unterwegs
Auf dem schmalen Grat
Zwischen Allem
Die wohligen Blicke ins Tal sind lange vorbei
Der Gipfel versteckt
Tiefe zu tief
Höhe zu hoch
Augen zu
Hier sein
Angst – Schwindel
Stehenbleiben
Augen auf
Mehr Schwindel
Hastig – ohne Zeit
Ruhig – ohne Zeit
Zeitlos
Nur noch Raum
So weit
Würdest Du deine Tür
Öffnen
Menschenleerer Raum
Ganz Mensch sein - 

copyright :  gregor zimmermann  2017